Düsseldorf,

Großübung in Düsseldorf – Rund 700 Einsatzkräfte üben für den Ernstfall

Fünf Regionalstellenbereiche des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen (LV NW), mit mehr als 85 Einheiten aus 39 Ortsverbänden (OV) des Technischen Hilfswerks (THW) probten im östlichen Teil Düsseldorfs für den Ernstfall.
Großübung (THW/Malte Daniels)

Großübung (THW/Malte Daniels)

Ausgangslage des Übungsszenarios am ersten Septemberwochenende war eine Extremwetterlage, welche sich einen Tag zuvor mit Starkregen sowie starken Windböen ereignet hatte. Bereits Monate zuvor begannen die Vorbereitungen der THW Regionalstellen (RSt) Aachen, Düsseldorf, Köln, Mönchengladbach und Olpe, um die umfangreichen Übungsszenarien auszuarbeiten, zu planen und zu koordinieren. Diese waren schwerpunktmäßig auf die Rettung von Personen mit Materialien der THW Bergungsgruppen, Fachgruppen Notversorgung und Notinstandsetzung sowie Führung durch die Zugtrupps ausgelegt.

 

Im Laufe der Woche hatte die unterstützende Fachgruppe Logistik/Verpflegung aus Oberhausen, in späterer Zusammenarbeit mit dem Arbeiter-Samariter-Bund Oberhausen/ Duisburg sowie der Johanniter-Unfall-Hilfe Oberhausen/ Duisburg, begonnen, den Verpflegungsbereich einzurichten. Der Fachzug Führung und Kommunikation des THW OV Solingen baute sich auf, um die Einsatzszenarien zu steuern. Weiterhin unterstützte die Organisationseinheit Bereitstellungsraum 500 mit der infrastrukturellen Ausstattung. Die Fachgruppe Elektroversorgung und Logistik Materialwirtschaft aus dem THW OV Düsseldorf sorgten für elektrische Energie sowie autarke Betankungen der Einsatzmittel.

 

Am Morgen des 02. September gab es zunächst eine Einweisung in Gelände und Lage für die Übungsbeobachterinnen und -beobachter. Die ersten Einheiten rückten mit ihren Fahrzeugen und schweren Gerätschaften kurz darauf an. Für sie waren 23 Übungsszenarien vorab entsprechend der Schadenslage hergerichtet worden. Zwölf Notfalldarstellerinnen und -darsteller des Jugendrotkreuzes Landesverband Nordrhein trugen nicht nur optisch dazu bei, das Geschehene zu realisieren.

 

Geflutete Keller, verunfallte Kraftfahrzeuge, verrauchte Räume, verschlossene Gebäudeteile und auch Babyschreie, die in weite Ferne hallten, machten die einzelnen Übungsszenarien mehr als realistisch. Schweres Gerät, wie bspw. Bohrhämmer, hydraulische Scheren und Spreizer sowie Motortrennschleifgeräte, setzten die Einsatzkräfte zur Rettung von verletzten Personen (Dummies) ein. Zur Unterstützung verunfallter Personen in einem Fahrzeug, darunter eine Mutter mit ihrem Baby (Dummy mit Akustik), nutzte man den Greifzug, um die schwere Last des Fahrzeuges, nach der Rettung aus einer Grube, zu bewegen. Einzelne Module aus dem Einsatz-Gerüst-System dienten zur Abstützung einer Gebäudedecke. Hierfür wurden die entsprechenden Bauteile unterkeilt und fachgerecht zusammengesetzt.

 

Schon während der Übung konnten die Übungsleitung sowie die Beobachterinnen und -beobachter vorab einen positiven Verlauf aus der Übung ziehen. „Diese Übung lastete auf vielen Schultern, die alle einen wichtigen Teil zum reibungslosen Verlauf dieser Übung beigetragen haben“, ist Übungsleiter Jens Bergemann (THW Köln Nord-West) überzeugt. Am Abend besuchte der Landesbeauftragte des THW LV NW, Nicolas Hefner, die Übung. Nach einer Führung durch die einzelnen Übungsszenarien nutzte Hefner beeindruckt die Gelegenheit, bei der Nachbesprechung eines Szenarios, allen Beteiligten seinen Respekt auszusprechen.

 

Die Fachgruppe Log V sorgte für einen gelungenen Abschluss, in dem sie u.a. aus 60 kg Fleisch, 50 kg Zwiebeln und 40 kg Nudeln ein schmackhaftes Abendessen zauberte. Der Rückbau und die Abreise erfolgte am Sonntag in den frühen Morgenstunden. Der Leiter der RSt Düsseldorf, Alexander Heynen, zog ein positives Resümee. „Mein Dank gilt allen Einsatzkräften, die sich bei der Vor- und Nachbereitung sowie bei der Durchführung der Übung so wunderbar eingebracht haben. Vor allem bei denen, die die Chance nutzten zu üben, sich auszuprobieren und gemeinsam im Team zu arbeiten.“

 

Aus dem THW Ortsverband Köln-Ost beteiligten sich am Samstag Nachmittag und Abend insgesamt 20 Einsatzkräfte aus beiden Technischen Zügen, die insgesamt einen Zugtrupp, eine Bergungsgruppe und eine Fachgruppe Notversorgung und Notinstandsetzung bildeten.

 

Ein herzlicher Dank gilt den teilnehmenden THW-Ortsverbänden Aachen, Attendorn, Bad Honnef, Bergheim, Bergisch-Gladbach, Bergneustadt, Beuel, Bonn, Bornheim, Brühl, Duisburg, Düsseldorf, Erkelenz, Gummersbach, Haan, Hamm, Heiligenhaus/Wülfrath, Herzogenrath, Hilden, Hückelhoven, Jülich, Krefeld, Köln-Nord-West, Köln-Ost, Köln-Porz, Leverkusen, Mönchengladbach, Mülheim an der Ruhr, Nettetal, Neuss, Oberhausen, Schleiden, Siegburg, Siegen, Solingen, Stolberg, Übach-Palenberg, Velbert, Viersen.

 

 

 


Alle zur Verfügung gestellten Bilder sind honorarfrei und dürfen unter Angabe der Quelle für die Berichterstattung über das THW und das Thema Bevölkerungsschutz verwendet werden. Alle Rechte am Bild liegen beim THW. Anders gekennzeichnete Bilder fallen nicht unter diese Regelung.