Vor 75 Jahren wurde das Technische Hilfswerk (THW) gegründet. Seitdem zeichnet sich das THW durch die freiwillige Mitwirkung engagierter Menschen aus – und lebt bis heute vom Einsatzwillen und Gemeinschaftsgeist seiner mittlerweile rund 88.000 ehrenamtlich Aktiven in ganz Deutschland.
„Das Ehrenamt ist das Herzstück des THW. Unsere Helferinnen und Helfer übernehmen Verantwortung – nicht, weil sie müssen, sondern weil sie wollen. Ihr Engagement für den Schutz und das Wohl der Gesellschaft verdient größten Respekt“
fasst THW-Präsidentin Sabine Lackner zusammen.
Am 22.08.1950 vereinbarte der damalige Bundesinnenminister Gustav Heinemann mit Otto Lummitzsch, dass ein ziviler Ordnungsdienst aufgestellt werden soll. Lummitzsch wurde zum Gründer und ersten Direktor des THW. Im Jahr 1953 erteilte das Bundesinnenministerium dann einen Errichtungserlass und das THW wurde eine Bundesanstalt. Von diesem Zeitpunkt an haben die ehrenamtlichen THW-Kräfte in den letzten 75 Jahren in verschiedenen großen Einsätzen unter Beweis gestellt, auf welch vielfältige Weise sie helfen können. Als Beispiel sind hier etwa die Hochwasserkatastrophen 2002 und 2013, der Einsatz im Rahmen der Coronapandemie, das Starkregenereignis 2021 sowie die umfangreiche Unterstützung der Ukraine im größten Logistik-Einsatz der THW Geschichte zu nennen.
Die ehrenamtlichen THW-Helferinnen und -Helfer engagieren sich nicht nur im Einsatz, sondern auch in der Ausbildung, Nachwuchsförderung und Organisationsentwicklung. Sie gestalten das Leben in den 669 Ortsverbänden aktiv mit – von technischen Ausbildungen bis zu Öffentlichkeitsaktionen. Um dieses Engagement zu ermöglichen, sind Zeit und Motivation sowie ein unterstützendes Umfeld notwendig. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sowie Familienangehörige spielen eine entscheidende Rolle, wenn Ehrenamtliche für das THW aktiv werden. Präsidentin Lackner unterstreicht:
„Das THW ist mehr als eine Organisation – es ist ein Netzwerk aus Menschen, die füreinander einstehen.“

