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THW-Thema
 

Ausbildung



Lehrgang Abstützen/Aussteifen Holz an der THW Bundesschule Hoya.
Bewegen von Lasten bei den Kölner Verkehrsbetrieben.
Metallbearbeitung / Retten aus Fahrzeugen.
Übung Bau einer Arbeitsplattform in Duisburg.
Stegebau auf dem Bundeswehr-Übungsplatz Wahner Heide.
Umgang mit Leitern - hier bei einer Grundausbildungsprüfung.

Das THW muss zu jeder Zeit einsatzbereit sein - denn Unglücke und Katastrophen sind nicht planbar. Eine solide Ausbildung ist die Grundlage für gute Arbeit im Einsatz. Deshalb ist im THW eine Ausbildungsstruktur vorgeschrieben, in deren Verlauf jede THW-Helferin und jeder THW-Helfer zunächst einheitlich ausgebildet wird. Danach erfolgt eine Spezialisierung und Weiterbildung je nach Interesse und Können.

 

Grundausbildung im THW-Ortsverband - Die Basis für die Arbeit im THW.

Die Einsatzbefähigung ist die erste Ausbildungsstufe im THW. Sie wird im Rahmen der Grundausbildung im Ortsverband absolviert. Alle Helferinnen und Helfer werden einheitlich ausgebildet: Der richtige Umgang mit Werkzeugen und Geräten aus der Standardausstattung des THW gehört genauso dazu wie Wissen über das THW, den Bevölkerungsschutz und das Verhalten im Einsatz.

Diese erste Ausbildungsstufe wird mit einer Prüfung abgeschlossen. Erst danach werden die Einsatzkräfte zur weiteren Spezialisierung den Einheiten (Fachgruppen) des THW zugewiesen. Die Ausbildung umfasst etwa 100 Stunden und beinhaltet auch einen Erste-Hilfe-Kurs. In der Regel dauert die Grundausbildung mehrere Monate.

Themen der Grundausbildung sind unter anderem:

  • Das THW - Aufgaben, Aufbau und Rechtsgrundlagen
  • Arbeiten mit Leinen, Spanngurten, Ketten und Drahtseilen
  • Holz-, Gesteins- und Metallbearbeitung
  • Heben und Bewegen von Lasten
  • Arbeiten mit Leitern
  • Arbeiten im und am Wasser
  • Stromerzeugung und Beleuchtung
  • Verhalten an der Einsatzstelle
  • Gefahren der Einsatzstelle

 

Spezialisierung

Die zweite Ausbildungsstufe des THW differenziert sich in die Fachausbildung, die Führungskräfteausbildung, die Ausbildung in Funktionen und die Ausbildung von Experten für Auslandseinsätze. Diese Ausbildungen werden unter dem Oberbegriff Fachbefähigung zusammengefasst.

Fachausbildung

Die Fachausbildung erfolgt nach erfolgreichem Abschluss der Grundausbildung. Die Einsatzkräfte werden den Bergungsgruppen und einzelnen Fachgruppen zugeteilt und speziell für die Anforderungen der einzelnen Einheiten geschult. Die Ausbildung erfolgt in den Ortsverbänden und in Lehrgängen an der THW-Bundesschule.

Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen werden teilweise auch von den Geschäftsstellen oder Landesverbänden für mehrere Ortsverbände organisiert. Dozenten sind bei diesen Lehrgängen meist speziell qualifizierte ehrenamtliche Ausbilder des THW. Diese Ausbildungsmaßnahmen werden Bereichsausbildung genannt.

Mögliche Lehrgänge im Rahmen der Bereichsausbildung sind:

  • Atemschutzgeräteträger
  • Kraftfahrer
  • Feldkoch
  • Sprechfunker analog/digital
  • Sanitätshelfer
  • Motorsägenführer 

 

Schulische Ausbildung

Für höherwertige Ausbildungen im THW gibt es die THW-Bundesschule mit Sitz in Neuhausen a.d.F. (bei Stuttgart) und Hoya (liegt zwischen Hannover und Bremen). Dort werden u.a. Ausbilder des THW und Führungskräfte aus- und fortgebildet. Die Lehrgänge finden für gewöhnlich im einwöchigen Turnus statt.

Zum Lehrgang fahren, je nach Notwendigkeit Gruppenführer, Zugführer, Stabsmitglieder, Bereichsausbilder, Helfer mit besonderer Zusatzfunktion und Helfer die für den Auslandseinsatz vorgesehen sind. Für den Zeitraum des Lehrganges wird man bei Beibehaltung der Bezüge von der Arbeit freigestellt und erhält bei erfolgreichem Abschluss ein entsprechendes Zertifikat.

Mögliche Lehrgänge im Rahmen der Ausbildung an der Bundesschule sind:

  • Thermisches Trennen im THW
  • Ausbilder Atemschutz
  • Technische Hilfe auf Bahnanlagen
  • Bergeräumgerätefahrer
  • Öffentlichkeitsarbeit im Einsatz
  • Abstützen/Aussteifen Holz

 

Weitere Infos zur schulischen Ausbildung im THW gibt's hier:

www.thw-bundesschule.de

 

Führungskräfteausbildung

Die Führungskräfte des THW werden an der THW-Bundesschule ausgebildet. In Stresssituationen Einsatzkräfte zu führen, erfordert neben einer hohen fachlichen Kompetenz persönliche Stärke und die Fähigkeit, Menschen zu motivieren und einzuschätzen. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, werden die Führungskräfte gezielt geschult und auf Einsatzsituationen vorbereitet. Zur Führungskraft können Einsatzkräfte ausgebildet werden, die ihre Fachausbildung abgeschlossen haben.

 

Ausbildung von Experten für Auslandseinsätze

Zur zweiten Ausbildungsebene gehört auch die Auslandsausbildung für die Einsatz-Einheiten des THW. Die Ausbildung für Auslandseinsätze gehört zur Spezialisierung der Einsatzkräfte, also zur Fachbefähigung. In speziellen Trainings und Lehrgängen werden die Helferinnen und Helfer auf mögliche Situationen und Schwierigkeiten vorbereitet. Fremdsprachenkenntnisse sind ebenso Grundvoraussetzung wie ein aktueller Impfstatus.

Einsatzkräfte, die sich für Auslandseinsätze qualifiziert haben, werden in der Auslandsdatenbank erfasst. So kann das THW im Fall einer Katastrophe schnell reagieren und Einsatzkräfte entsprechend ihrer Qualifikation und Verfügbarkeit gezielt ansprechen.

 

Weiterbildung

Wissen ist flüchtig - wird es nicht trainiert, ist es nicht mehr selbstverständlich abrufbar und gerät in Vergessenheit. Umso wichtiger ist es, das Wissen in Übungen anzuwenden, in Lehrgängen zu vertiefen und neue Erkenntnisse und Methoden dazuzulernen.

Die Einsatzkräfte des THW nehmen dazu regelmäßig an Übungen teil und besuchen Lehrgänge. Diese Weiterbildung ist nicht bundesweit einheitlich, sondern kann auch Elemente enthalten, die den Anforderungen des Standorts oder der örtlichen Gefahrenabwehr angepasst sind.

 

Interesse?

Ansprechpartner zur Mitarbeit und damit zu den vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten finden Sie links unter dem Menüpunkt "Mitmachen".

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