Kontakt | Glossar | Impressum | Sitemap
THW-Thema
Übung/Ausbildung

Bezirkswettkampf in Jülich

Köln/Jülich. Am Samstag, den 24. September 2005, haben in Jülich ca. 600 Kinder und Jugendliche aus dem Bezirk Köln am Wettkampf teilgenommen. Viele haben auch eigene Besucher mitgebracht. Das Wettkampfgelände des Bezirkswettkampfes lag in Jülich im Brückenkopfpark, Eingang Lindenrondell. Dort war viel Platz, sanitäre Einrichtungen und (leider) zum Start auch leichter Regen. Doch dies hinderte die Teilnehmer nicht unverdrossen und mit guter Laune mitzumachen.

 

Dabei mussten die Teilnehmer zum Teil schon lange Anfahrten von ihren Heimatortsverbänden überstehen. So haben die Teilnehmer und Begleiter der Wettkampfmannschaft aus Köln-Ost unter der Regie von Jugendgruppenleiterin Claudia Lenzen um 07.30 Uhr pünktlich wie geplant den Ortsverband verlassen und sich auf die Reise gemacht. Während der Fahrt wurde schon rege über die Ausführung der verschiedenen Aufgaben diskutiert. Die Wettkampfmannschaft aus Köln-Ost bestand aus: Sven Duninger, Tobias Gies, Robert Grobara, Milo Schaff, Rene Schumacher, Alexander Klein Martin Spruch, Mathias Spruch und Denis Walter. Als Reserve fuhr Sven Krantz mit. Da bis zum Wettkampfbeginn noch ein wenig Zeit war, rollten die Köln-Ostler die THW-Jugend-Fahne und das Kölner Stadtwappen aus und befestigten beide am Stativ des GKW. Nun konnte noch ein Gruppenfoto gemacht werden.

 

Insgesamt 23 Mannschaften waren ursprünglich für Jülich angemeldet. 21 Mannschaften traten an, um den Bezirkssieger zu ermitteln. Mit viel Hilfe des ausrichtenden THW-Ortsverbandes Jülich konnte der Wettkampf pünktlich um 10.00 Uhr beginnen. Und siehe da, nach einiger Zeit besserte sich das Wetter und die Teilnehmer wurden nur noch nass, wenn sie die „Leiteraufgabe“ oder den Wassertransport mittels Bergeschleppe zu bewältigen hatten. Aber der Reihe nach.

 

Die acht zu lösenden Aufgaben gliederten sich in die Bereiche THW, Spiel und Sonderaufgaben. Folgende Aufgaben waren von den Teilnehmern zu lösen:

 

• Beleuchtung

Zwei Stative waren mit je einem 1000-Watt-Strahler zu bestücken und die Stromverbindung über eine Kabeltrommel an das Notstromaggregat herzustellen. Für die Mannschaft aus Köln-Ost kein Problem. Prüfer Johnen gab bis auf einen alle Punkte.

• Bergeschleppe

Mittels einer Bergeschleppe musste ein Eimer Wasser über eine abgesteckte Distanz gezogen werden. Prüfer Axel Müller-Storp maß am Ende für die Köln-Ostler 215 mm Wasser und eine Zeit von 3.12.22 (3 Minuten, 12 Sekunden und 22 Hundertstel)

• Wassertransport mit löchrigem Eimer

Hierfür suchten die Mannschaften zunächst den oder die leichtesten/leichteste Helfer/in aus. Für Köln-Ost wurde der 13 jährige Sven ausgewählt. Dieser nahm auf einem Steckleiterteil Platz und musste versuchen möglichst viel Wasser im Eimer zu behalten, während die anderen Teilnehmer den auf der Leiter Sitzenden über einen Parcours trugen. Am Ende des Parcours wurde die Leiter über eine Bank gereicht, das Wasser in einen bereitstehenden weiteren (aber ganzen) Eimer gefüllt. Das ganze wurde so oft wiederholt bis der Eimer hinter der Bank voll war.

Bei dieser Übung gab es leider einen kleinen Unfall. Silke Kall vom Ortsverband Aachen fiel rückwärts von der Leiter, landete unsanft auf dem Rücken und schlug sich dabei den Blecheimer ins Gesicht. Trotz ziemlicher Schmerzen machte sie den Wettkampf bis zum Ende mit. Tapfere Silke. Obwohl die Aufgabe auf Zeit lief, wartete die ganze Mannschaft bis Silke sich einigermaßen erholt hatte, dann machten sie gemeinsam weiter.

• Erste Hilfe

Für die Bergung eines Verletzten (Statist außerhalb der eigenen Mannschaft mit simuliertem Beinbruch) musste eine Behelfstrage hergerichtet werden. Für die Lösung der Aufgaben standen 3 Jacken, 2 Stangen, 2 Decken und ein Erste-Hilfe-Koffer zur Verfügung. Da die Decken für die Trage nicht verwendet werden durften, war klar, dass die Trage mit den Jacken hergestellt werden musste. Da ein Köln-Ostler jedoch eine Jacke zum Schienen des verletzten Beines verwendete, wurde kurzerhand eine Helferjacke ausgezogen und verwendet. Der Prüfer H. Radomski hatte hiergegen keine Einwände. Ergebnis 19 von 23 Punkten.

• Pause

Mit der Schale Erbsensuppe setzten sich die Köln-Ostler unter das zwischenzeitlich aufgespannte Sonnensegel und ließen (zum Entsetzen der benachbarten Mannschaften) mit viel Übermut Kölner Musik laufen. Ja, wir geben zu es war Karnevalsmusik.

• Holz sägen

In möglichst kurzer Zeit musste eine 5 cm dicke Scheibe vom Stamm abgesägt werden. 2 Minuten und 26 Sekunden und die bis dahin größte Genauigkeit lautete das Ergebnis der Köln-Ostler.

• Dreibock

Für die jungen Köln-Ostler die schwierigste Aufgabe, war doch im Heimat-Ortsverband beim Üben der Dreibock beim Anheben häufiger umgefallen. Auch hier taten sie sich schwer und Claudia Lenzen wurde schon ganz unruhig, weil es nicht so klappte wie gewollt. Aufgeben kam für die jungen THW-ler aus Köln-Ost aber nicht in Frage. Und siehe da, am Ende stand der Dreibock und die Gerätekiste schwebte über den Balken. Die Aufgabe war erfüllt und der Prüfer ließ sich eine gegrummeltes „naja, ganz gut“ entlocken. Während Claudia Lenzen ihren Schützlingen andeutete, dass dies wohl noch mal geübt werden müsste.

• Die Sonderaufgabe

Junghelfer Mathias Spruch durfte sich 1 Minute lang 10 Gegenstände, die in einer Kühlbox blicksicher verstaut waren, ansehen und musste anschließend so viele wie möglich aus dem Gedächtnis nennen. Mathias wusste alle 10. Jetzt kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Alle Aufgaben erfüllt und das Gefühl nicht letzter geworden zu sein. Vor lauter Übermut wurde wieder Kölner Musik gespielt.

 

Das Gefühl der Junghelfer aus Köln-Ost hatte nicht getrogen. Einen respektablen 10. Platz haben sie erreicht. Allerdings reichte der Platz nicht aus, um in die Endausscheidung am 01. April 2006 in Mülheim/Ruhr zu kommen. Vom Bezirkswettkampf in Jülich dürfen insgesamt 3 Mannschaften als Teilnehmer zur Endausscheidung reisen. Auf dem dritten Platz landete die Mannschaft Hürtgenwald 2 mit 591,61 Punkten. Zweiter wurde die Jugend Hückelhoven 1 mit 595,7 Punkten. Mit dem Sieg selbst hatte die Mannschaft Siegburg von Jugendbetreuerin Pat Hausotter nicht gerechnet. 623,67 Punkte standen am Ende auf der Liste. Herzlichen Glückwunsch.

 

Der Ortsverband Aachen hatte für den Fall, dass es dauerhaft regnete Zelte, Heizstrahler und ein 200 KVA-Aggregat dabei. Zum Glück wurden sie nicht gebraucht.

 

Die weiteren 4 Bezirkswettkämpfe fanden zeitgleich an folgenden Austragungsorten statt:

- Bezirk Arnsberg, auf dem Hemer Truppenübungsplatz,

Ausrichtender: THW-Ortsverband Hagen,

- Bezirk Detmold, auf dem Paderborner THW-Gelände

Ausrichtender: THW-Ortsverband Paderborn

- Bezirk Düsseldorf, auf dem Gindorfer Kirmesplatz,

Ausrichtender: THW-Ortsverband Grevenbroich

- Bezirk Münster, in Greven,

Ausrichtender: THW-Ortsverband Greven

 

Insgesamt sind in ganz Nordrhein-Westfalen an diesem Tag 64 Mannschaften und 600 Jugendliche angetreten. Von den hier und heute ermittelten besten Mannschaften treten am 01. April 2006 zehn Mannschaften in der Endausscheidung des Landeswettkampfes an, um festzustellen, wer die beste Mannschaft in Nordrhein Westfalen stellt. Diese Mannschaft darf dann im August 2006 an der Bundesentscheidung in der Hansestadt Wismar teilnehmen. Hier wird dann der Bundessieger ermittelt. Im vergangenen Jahr hat die Jugendgruppe aus Vlotho beim Bundeswettkampf in Münsingen das Land Nordrhein-Westfalen würdig vertreten.

24.09.2005
Von: P. Oswald
  • Oben

Fotos

  • Druck
  •  
  •  
  •  
  • Oben